Montag, 16. Juni 2008

Montag, 16. Juni 2008

Montag, 16. Juni 2008

Freitag, 9. Mai 2008
Videolink

Material:
- eine Menge Zeitungspapier
- eine Kerze
- ein Bunsenbrenner
- ein Messer
- eine Reagenzglasklammer

Grund für diesen Versuch:
Es war einmal der Schüler Gustav. Er war ein sehr wissbegieriger Schüler der Herderoberschule, und so kam der Tag, an dem er sich fragte, welchen Siedepunkt denn wohl Kerzenwachs habe.
So machte er sich gleich daran, diesen zu bestimmen, indem er etwas Kerzenwachs in ein Reagenzglas gab und dieses anschließend über den Bunsenbrenner erhitzte.
Als das Wachs siedete, tat er ein Thermometer hinein und misst ungefähr 400°C. Nachdem nun sein Wissensdurst befriedigt war, stellte er das heiße Reagenzglas, da kein Reagenzglasständer zur Verfügung stand, in ein Becherglas mit kaltem Wasser, was bei ihm stand.
Und P L Ö T Z L I C H….

Der Versuchsaufbau:
Nehmen Sie die Zeitung und decken Sie die Arbeitsfläche weiträumig ab. Danach schließen Sie den Busenbrenner an und stellen Sie Becherglas, mit kaltem Wasser gefüllt, Reagenzglas, Reagenzglasklammer, Messer und die Kerze auf die Arbeitsfläche.
Nun schneiden Sie mit dem Messer etwas Kerzenwachs von der Kerze und geben Sie dieses in das Reagenzglas. Das Reagenzglas mit dem Kerzenwachs wird daraufhin über den angezündeten Bunsenbrenner erhitzt und zum Sieden gebracht. Fängt das Kerzenwachs an zu sieden, geben wir das Reagenzglas, genau wie Gustav, in das Becherglas mit dem Wasser, wobei die Reagenzglasöffnung nicht in Richtung einer Person zu ist!!!!

Versuchsbeobachtung:
Während des Erhitzens des Kerzenwachses steigen, desto höher die Temperatur ist, Bläschen auf und das Kerzenwachs wird flüssig, es wird so lange erhitzt, bis das Wachs siedet. Danach geben wir das Wachs (mitsamt Reagenzglas) in das Becherglas mit dem kalten Wasser und sobald es im Becherglas eintaucht, schießt eine Stichflamme aus dem Reagenzglas und einiges vom flüssigen Kerzenwachs wird hinaus katapultiert.

Versuchsauswertung:
Nachdem wir den Siedepunkt vom Kerzenwachs erreicht haben, ist das Reagenzglas sowie das Kerzenwachs sehr heiß. Gibt man nun dieses in ein Becherglas mit kaltem Wasser, entstehen beim Eintauchen kleine Risse im Reagenzglas. Diese Risse entstehen, da sich das Reagenzglas beim Erhitzen des Kerzenwachses ausgedehnt hat und sich nach dem Eintauchen in das kalte Wasser zu schnell wieder zusammen zieht. Bei dem Zusammenziehen haben sich die Glasmoleküle an anderen Stellen wieder gefestigt und dadurch springt das Glas. Durch die kleinen Risse gelangt nun etwas vom dem Wasser ins Reagenzglas, wo es durch die hohe Temperatur des Kerzenwachses sofort siedet und zu Wasserdampf wird.
Da Wasserdampf ein 1000-fach größeres Volumen besitzt als Wasser, dehnt sich der Wasserdampf aus und katapultiert das Wachs hinaus. Sobald das Wachs an die Luft gelangt, entzündet sich das Wachs von selbst, da es ja eine Temperatur von fast 400°C besitzt, und es entsteht eine Stichflamme.
Dass sich das Kerzenwachs nicht schon im Reagenzglas entzündet, liegt daran, dass das Kerzenwachs im Reagenzglas siedet und Gase dabei aufsteigen. Diese Gase verdrängen die Luftmoleküle, die sich im Reagenzglas befinden, und drücken sie hinaus. Wenn dann die Gase aus dem Reagenzglas hinaus kommen, haben sie sich schon so weit abgekühlt, dass sie sich nicht mehr von allein entzünden können.


Quelle: Keil, Wolfram; Sicherheit im Chemieunterricht; 09.03.07

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